Grafiken verankern

Zusammengefasst:

  • Grafiken können flexibel im Dokument positioniert werden
  • Nicht immer ist die Position, an der ein Bild optisch eingebettet ist, auch die Position, an der ein Screenreader ihren Alternativtext sinnvollerweise ausgeben sollte
  • In diesem Fall muss die Verankerung der Grafik angepasst werden, damit die Position der Grafik im Quellcode an einer geeigneten Stelle vorgenommen wird

Warum?

Wenn sehende Personen ein Dokument erfassen, erkennen Sie auf den ersten Blick, an welchen Positionen Bilder, Diagramme oder andere Illustrationen eingefügt sind. Diese Positionen sind in aller Regel nicht willkürlich. Jede Grafik soll an einer bestimmten Stelle einen Inhalt transportieren, ergänzen, unterstreichen, greifbarer machen.

Damit auch für Personen, die Texte mit einem Screenreader erschließen, Grafiken an der korrekten Stelle positioniert sind, muss die Position in den Quellcode übernommen werden. Dies erfolgt nicht über das einfache Einfügen in das Dokument. Wenn Sie sehen, dass Ihr Bild an einer bestimmten Stelle Ihres Dokuments abgebildet ist, heißt das also nicht, dass es sich auch im Quellcode an dieser Stelle befindet.

Hierfür muss die Verankerung geprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Wo sich der Anker befindet, befindet sich im Quellcode auch die Grafik.

Wie?

Fügen Sie zunächst eine beliebige Illustration ein, indem Sie im Menüband den Bereich Einfügen öffnen und hier auf Bilder und Dieses Gerät klicken. Wählen Sie die gewünschte Grafik aus Ihrem Speicher aus und bestätigen Sie mit Klick auf Einfügen.

Word-Oberfläche mit Hervorhebung der Menü-Option Bilder. Bei dem geöffneten Auswahlfenster Bild einfügen aus wird mit der Maus die Auswahl Dieses Gerät... hervorgehoben.

Weil das Bild mit der Standard-Layoutoption „Text in Zeile“ eingefügt wird, wird es nun an exakt der Stelle angezeigt, an der Ihr Cursor positioniert war. Mit der Maus können Sie das Bild innerhalb Ihres Textes verschieben. Mit der Standardkonfiguration wird es behandelt wie ein großer Buchstabe; Sie können es also überall in Ihrem Text sowie direkt davor und direkt dahinter positionieren. An der Stelle, an der Sie das Bild sehen, wird es auch im zugrunde liegenden Code eingebettet.

Wenn Sie das Bild flexibler positionieren möchten, klicken Sie mit der Maus einmal darauf und anschließend auf Layoutoptionen.

Word-Oberfläche mit einem Hinweispfeil auf das Icon Layoutoptionen, von denen das Quadrat hervorgehoben wird.

Wählen Sie eine andere Option zum Textumbruch aus, beispielsweise Quadrat, können Sie das Bild frei im Dokument platzieren. Zudem erscheint auf der linken Seite der Grafik ein kleiner Anker. An dem Textabsatz, an dem sich der Anker befindet, wird die Grafik in den Code eingebettet. Den Anker können Sie per Drag and Drop positionieren und so einen beliebigen Textabsatz zum Anker-Absatz machen. In der Regel geben Screenreader den Alternativtext zur Grafik im Anschluss an den Absatz aus.

Word-Oberfläche mit einem Hinweispfeil auf das Anker-Icon

Wo ist die richtige Position für die Verankerung einer Grafik?

Das ist individuell: In vielen Fällen ist die Stelle, aber der ein Bild optisch zu sehen ist, auch die richtige für die Verankerung. Das ist aber nicht immer so.

In Fällen beispielsweise, in denen aus Gründen des Layouts Grafiken grundsätzlich an den Anfang oder an das Ende einer Seite gesetzt werden und im Text mittels Querverweisen hierauf Bezug genommen wird, wäre es für Screenreader-Nutzer:innen verwirrend, wenn sich auch die Verankerung einer Grafik am Seitenanfang oder -ende befinden würde, also ohne unmittelbaren Bezug zum vorangehenden oder nachfolgenden Text. In derartigen Fällen sollte der Anker an einen geeigneten Absatz gesetzt werden, der sich inhaltlich auf die Grafik bezieht, während die Grafik selbst am Seitenanfang oder -ende bleiben kann.