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Zusammengefasst:

  • Bei vielen Personen liegen Farbsehschwächen vor. Der wohl bekannteste Begriff ist die Rot-Grün-Blindheit.
  • Bei einem hohen Farbkontrast können Texte dennoch erkannt und gelesen werden.
  • Bei niedrigen Kontrasten wird das Lesen auch unabhängig von Sehschwächen für alle Personen stark erschwert. Bei einem niedrigen Kontrast ähneln sich die ausgewählten Farben stark, etwa rote Schrift auf gelbem Grund.
  • Für relevante Inhalte sollten immer hohe Farbkontraste gewählt werden. Am besten schwarze Schrift auf weißem Grund.
  • Bei anderen Farbkombinationen kann der Kontrast mithilfe kleiner Tools schnell und einfach ermittelt werden. Das Kontrastverhältnis sollte mindestens 7:1 betragen.
  • Ein empfehlenswertes Tool ist der Color Contrast Checker.

Hintergrund

Anwendungsunabhängig sollte ein besonderes Augenmerk auf die Farbgestaltung von (digitalen wie analogen) Dokumenten, Websites etc. liegen. Ein geringer farblicher Kontrast von Schrift und Hintergrund führt bereits bei uneingeschränkter Sehfähigkeit dazu, dass Inhalte schlechter wahrgenommen werden.

Ein Beispiel:

Wenn Sie sich an einem hellen Sommertag draußen befinden und die Sonne auf Ihr Smartphone Display scheint, können Sie die Inhalte wesentlich schlechter erkennen als in einem dunkleren Umfeld. Je geringer der Kontrast der ausgewählten Farben – beispielsweise Hellgrün auf Weiß – desto weniger werden Sie erkennen. Ein hoher Kontast - etwa Schwarz auf Weiß - ist auch unter widrigen Umständen am ehesten lesbar.

Rund 4 % der Bevölkerung hat eine Farbsehschwäche. Hierbei kann eine jeweilige Farbe nicht oder kaum von anderen unterschieden werden. Am häufigsten verbreitet ist die Rot-Grün-Schwäche.

Bei der Gestaltung von Inhalten ist es daher wichtig, die Farbauswahl nicht willkürlich oder ausschließlich aus ästhetischen Überlegungen heraus zu treffen. Das betrifft insbesondere zwei Bereiche: Schrift- und Hintergrundfarbe und die Vermittlung von Inhalten auf Basis von Farben, etwa in einem Liniendiagramm.